Die Diazotypie – auch Blaupause oder Lichtpausverfahren

03. September 2011

Die Diazotypie wird auch Blaupause oder Lichtpausverfahren genannnt. Sie darf aber nicht mit der Cyanotypie, dem Eisenblaudruck, verwechselt werden.

Die Diazotypie ist ein fotografischen Positivverfahren, d.h. dunkle Bildteile der Vorlage werden auf dem Trägerpapier ebenfalls dunkel erscheinen. Das fertig beschichtete Papier kann in der Sonne belichtet werden – es wird keine Fotoemulsion benötigt.

Anschließend wird das Papier wird in einem trockenen Prozess unter Ammoniakdämpfen entwickelt.

Ich habe dazu ein einfaches Rohr aus dem Baumarkt verwendet:

Rohr zur Entwicklung der Blaupause

Rohr zur Entwicklung der Blaupause


Lichtpause einer Brücke - Foto: (c) Tobias Ott

Lichtpause einer Brücke - Foto: (c) Tobias Ott


Das Verfahren der Diazotypie passt zur Architektur der Brücke, bezieht es sich doch auf das lange von Architekten zur Planvervielfältigung genutzte Verfahren.

Engel Diazotypie mit Wackelaugen - Foto: (c) Tobias Ott

Engel Diazotypie mit Wackelaugen - Foto: (c) Tobias Ott


Da ich gerade an einer Foto-Serie mit Wackelaugen arbeite, fanden diese auch den Weg auf die als Lichtpause umgesetzt Fotografie. Ein Bild mit einem Augenzwinkern, damit sich die Kunst nicht immer gar so ernst nehmen muss.

Webseiten / Quellen

Diazotypie bei Wikipedia

3 Antworten zu “Die Diazotypie – auch Blaupause oder Lichtpausverfahren”

  1. […] Farbe. Verwende ich die Farbe sonst ab liebsten als Cyanotypie oder bei der kürzlich vorgestellten Diazotypie oder Blaupause, will ich diesmal ein paar digitale Fotografien mit typografischem Inhalt […]

  2. lala sagt:

    Spannende Arbeit mit dem Arcitekturbezug durch das Druckmedium –
    Ich finde das Druckverfahren spannend, wo gibt es denn solch Papier?

  3. Tobias sagt:

    Ich hab’s gebraucht bekommen. Vielleicht mit Glück bei ebay … oder einem Architekturbüro …

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